ZAR Karlsruhe: Kulturelles Gedächtnis Digital – Theorie, Praxis & Recht

Im Rahmen der Internetrecht Vorlesung von Prof. Dreier am Zentrum für angewandte Rechtswissenschaft (ZAR) des K.I.T./Karlsruhe habe ich in meiner Vorlesung „Kulturelles Gedächtnis Digital – Theorie, Praxis & Recht“ ein paar medientheoretische Überlegungen zum Kulturellen Gedächtnis Digital mit den Studierenden geteilt und aufgezeigt, mit welch schwierigen Problemstellungen die Kulturerbeeinrichtungen bei der Überlieferung des Kulturerbes in digitaler Form (Digitalisierung & Zurverfügungstellung der Abbilder ggfs. noch geschützter körperlicher Werke) sowie des neuen digitalen Kulturerbes (Gifs, Memes, Remixes, Mashups etc.) konfrontiert sind.

Für die Organisation  des digitalen und  digitalisierten Kulturerbes kommt dem Urheberrecht eine entscheidende Bedeutung zu. Der Grund dafür liegt im Charakter des Urheberrechts als Ausschließlichkeitsrecht. Auf dessen Grundlage steht es den jeweiligen Rechteinhabern – Urhebern, Verlegern, Tonträgerherstellern, Filmproduzenten und Datenbankherstellern – frei, darüber zu entscheiden, ob und wer ihre Werke digital speichern, vervielfältigen und zugänglich machen darf. Damit rücken marktwirtschaftliche Privatinteressen in den Vordergrund. Das Allgemeininteresse an Erhaltung und Zugänglichkeit des kulturellen Erbes kann dagegen nur im Wege gesetzlicher Ausnahmebestimmungen Berücksichtigung finden, denen jedoch durch das internationale Recht wie durch die Verfassung vergleichsweise enge Grenzen gesetzt sind.

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